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In unsere Schule werden Kinder
mit behinderungsbedingt ganz unterschiedlichen Lernvoraussetzungen eingeschult.
Nach den Maßstäben der allgemeinen Schulen sind die meisten unserer Schülerinnen
und Schüler zu Beginn ihrer Schulzeit noch nicht schulreif. Aus diesem Grund
wird die Unterstufe durch die Eingangsstufe um ein Jahr verlängert.
Unterrichtsinhalte in der
Unterstufe werden auf kindgerechte Weise in überschaubaren und motivierenden
Zusammenhängen dargeboten. Dabei wird der individuelle Entwicklungsstand aber
auch die Veränderung von Förderbedürfnissen
berücksichtigt, die Lernbedingungen werden so gestaltet, dass jedes Kind soweit wie
möglich selbst aktiv sein kann.
1. Erwerben sozialer
Kompetenzen
Die Orientierung in den Räumlichkeiten
der Schule, das Zusammensein mit anderen Kindern, das Kennen lernen der
Lehrerinnen und Lehrer und anderer wichtiger Bezugspersonen innerhalb der Schule
erfordert viel Kraft von unseren Schulanfängern. In der Eingangsstufe lernen
sie, sich gut zu orientieren und ein Zusammengehörigkeitsgefühl in ihrer
Klasse zu entwickeln.

(alle Fotos
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In der gesamten Unterstufe sind
weitere wichtige Ziele: Regeln für das Miteinander im Unterricht und in den
Pausen kennen und einhalten zu lernen, den eigenen Standpunkt angemessen
vertreten zu können, aber auch, Rücksicht auf andere zu nehmen und sich in andere
hineinversetzen zu können.
2. Selbstständigkeit und
Selbstversorgung
Die Förderung von möglichst
selbstständigem Handeln bezieht sich sowohl auf die Selbstversorgung (an- und
ausziehen, aus dem Rollstuhl aussteigen, sich anschnallen, beim Essen versorgen,
Tischdecken ....) als auch auf selbstständiges Arbeiten im Unterricht (den
Arbeitsplatz vorbereiten, Material holen oder wegbringen).

Ziel ist es, dass die Schülerinnen
und Schüler lernen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, eigene Wünsche
und Bedürfnisse zu erkennen und zu äußern, notwendige Hilfe anzufordern und
anderen zu helfen. Durch selbstständiges Handeln
werden Handlungsvorstellungen
(wie komme ich am geschicktesten zum Ziel) und eine realistische Selbsteinschätzung
(was kann ich allein, wo brauche ich Hilfe) aufgebaut.
3. Unterricht
Anschauung hat im Unterricht der
Unterstufe einen hohen Stellenwert. Alltagssituationen (Einkaufen, Kochen und
Backen, Werken, Spielsituationen, Jugendfarmtag
...) werden im Unterricht aufgenommen mit dem Ziel, dass die Kinder Handlungspläne
entwickeln und in diesen überschaubaren, konkreten Situationen überprüfen und
anpassen können. So erkennen und erlernen die Schülerinnen und Schüler
Zusammenhänge, bauen Regelverständnis auf und erweitern ihre Problemlösestrategien.

Das
Erlernen der Kulturtechniken (Lesen, Schreiben und Rechnen) oder das Schaffen
der Voraussetzungen dafür sind in
diese Unterrichtseinheiten integriert.
Ausgehend vom individuellen
Entwicklungsstand findet eine intensive Förderung statt.

Auch
die Förderung von Spielaktivitäten
hat im Unterricht und in den Pausen eine wichtige Funktion. Spielen unterstützt
Lernprozesse und ermöglicht es Kindern, die in der Vorschulzeit wenig oder
wenig befriedigende Spielerfahrungen gemacht haben, überhaupt erst, allein oder
mit anderen zu spielen.
4. Bewegungsangebote und
Versorgung mit adäquaten Hilfsmitteln
Sich selbst als Akteur eigenen
Bewegungshandelns zu erleben, ist ein zentrales Anliegen unserer Schule. In der
Unterstufe sind Fahrzeuge und andere Fortbewegungsmittel ebenso Teil des
Unterrichts wie das Ermöglichen von häufigen Bewegungsübergängen mit dem
Ziel, die Mobilität und die räumliche Wahrnehmung der Kinder zu fördern.
Zur Bewegungserleichterung ist
es für viele unserer Schülerinnen und Schüler wichtig, dass sie adäquate
Hilfsmittel erhalten (einen besonderen Stuhl, eine Reitsitzbank, Rollstuhl,
Rollator, Rollbrett ...), die jeweils sorgfältig im Team und im Kontakt mit den
Eltern erprobt werden.
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